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Hauptausstellung des Landshuter Krippenweges

„Ochs und Esel wissen, dass dieser Knabe ist der Herr!“ ist die sechste Strophe des bekannten gregorianischen Chorals ‚Puer Natus in Bethlehem‘ aus dem 14. Jahrhundert, das wir in vielen Weihnachtskonzerten hören. Der Text nimmt ein prophetisches Motiv aus dem Alten Testament auf. Jesaja ermahnt das Volk Israel: „sogar der Ochse kennt seinen Herrn und der Esel seine Krippe, das Volk Israel aber nicht.“ (Jes 1,3) Früh schon in der Christenheit wurden Ochs und Esel daher als Metapher für das christliche Glaubensbekenntnis verwendet: Ochse und Esel als Zeichen in der Krippe weisen darauf hin, dass der kleine Jesusknabe der Herr und Christus ist.

 

Diese und andere theologische Aussagen sind Inhalte im jährlichen Krippenweg mit Hauptausstellung in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut, die jeweils in der Weihnachtszeit vom 1. Advent bis Epiphanie zu sehen ist. 2018 feiert der Landshuter Krippenweg sein 20-jähriges Bestehen. Deshalb haben die Verantwortlichen des Verkehrsvereins in diesem Jahr besondere inhaltliche Schwerpunkte konzipiert. In der Hauptausstellung am Regierungsplatz werden neben der berühmten ‚Schachinger Krippe‘ aus der Münchner Krippenschnitzkunst des frühen 19. Jh. auch wertvolle Landshuter Klosterarbeiten aus dem historischen Fundus der Zisterzienserinnen Kloster Seligenthal und der Ursulinen zu sehen sein. Die niederbayerische Krippenschnitzkunst wird prominent durch Exponate der bekannten Familie Eduard und Peter Huppmann präsentiert. Dort wird der historische Bogen geschlagen aus dem 17. Jh. bis zu einer qualitativ künstlerischen Darstellung zeitgenössischer Miniaturkrippen.

 

Das besonders Einmalige an der Landshuter Krippenausstellung ist der ganzheitlich theologische Ansatz, dem nicht nur durch die professionellen Erläuterungen und die populären theologischen Führungen, sondern vor allem durch den Ort der Ausstellung in der ehemaligen Dominikanerkirche St. Blasius besonders Rechnung getragen wird. Nicht umsonst ist die Kirche berühmt für ihre original erhaltene Rokoko-Ausstattung aus der Hand Johann Baptist Zimmermanns (1747/49). So werden vor allem in den Führungen die Bedeutung des Zusammenwirkens von Kirchenraum, kunstvoller Raumgestaltung und Ausstellung vermittelt, die dem Krippenfreund einen besonders erlebnishaften Gesamteindruck verschafft, wie die Menschen früher und heute versucht haben, ihren Glauben durch das Aufstellen von Krippen zum Ausdruck zu bringen. Und so wird, neben vielen anderen Themen, auch deutlich, warum Ochse und Esel wesentliche Figuren in der Krippe darstellen.

 

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Öffnungszeiten

01. Dezember 2018 - 06. Januar 2019

Montag - Freitag13:00 - 18:00 Uhr
Samstag, Feiertag11:00 - 18:00 Uhr
Sonntag11:00 - 16:30 Uhr
Heiligabend11:00 - 14:00 Uhr
Silvester geschlossen

 


Eintritt frei!